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    Fressende Kornnatter

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    Echsen - Thermoregulation der Echsen
    Wie anderen Reptilien fehlt auch den Echsen die Fähigkeit, ihre Körpertemperatur auf physiologischem Wege zu regulieren. Die geringen Mengen an Stoffwechselwärme, die sie hervorbringen, entweichen rasch über die Haut in die Umgebung. Unter normalen Bedingungen gleicht sich die Körpertemperatur einer Echse im Freien rasch derjenigen der Umgebung an.

    Durch diese fehlende Fähigkeit stehen die Echsen bei niedrigen Temperaturen vor einem großem Problem. Sie müssen Ihren Körper der Sonne aussetzen, um warm zu werden. Allerdings können sich Echsen, solange sie kalt sind, nur sehr langsam fortbewegen und fallen dadurch evtl. Säugern und Vögeln zum Opfer, die solche physiologischen Einschränkungen nicht haben.
    Einige Echsen haben daher bei niedrigen Tempearturen ein bestimmtes Kompensationsverhalten. So sind die Tiere bei ganz niedrigen Temperaturen unfähig, auf die meisten Reize zu reagieren. Sind die Echsen etwas wärmer geworden, werden sie häufig aggresiv, obwohl sie noch weit von Ihrer Idealtemperatur entfernt sind. Dabei laufen Sie jedoch nicht weg, sondern bluffen oder beißen, was weniger Energie kostet. Echsen, die Ihren Schwanz abwerfen können, neigen besonders bei niedrigen Temperaturen dazu. Dies dient zur Ablenkung eines Beuteangreifers, und ihnen bleibt mehr Zeit zur Flucht.

    Üblicherweise beginnt eine Echse ihr morgendliches Sonnenbad damit, daß sie lediglich den Kopf hervorstreckt oder sich im Schutze einer Spalte der Sonne aussetzt. Durch die Verdunkelung ihrer Haut nehmen sie so besonders viel Wärme über die Sonnenstrahlen auf. Diese Verfärbung wird durch eine homonell gesteuerte Verteilung von Melanin in den Hautzellen verursacht.
    Haben sich die Echsen einigermaßen erwärmt, kommt es hervor und geht auf Nahrungssuche oder führt andere Tätigkeiten durch. Nachaktive Echsen sonnen sich auch, oder erhalten Ihre Wärme durch Thigmotherie, die Wärmeübertragung durch Kontakt mit einer warmen Oberfläche. Viele nachtaktive Geckos verbringen den Tag unter eine Baumrinde oder flachen Steinen und leiten die Wärme aus ihrer Umgebung auf den eigenen Körper über.

    Echsen müssen auch mit dem physiologischen Stress fertig werden, der durch zu hohe Temperaturen ensteht. Trotz der sehr hohen Vorzugstemperatur von bis zu 42 Grad kann ein nur geringfügig weiterer Temperaturanstieg zum Tode führen. Daher begrenzen die meisten Echsen ihre Aktivitäten auf bestimmte Tageszeiten. So sind die Bewohner offener Tropen- und Wüstengebiete nur am Morgen und nachmittags aktiv, um der Mittagshitze zu entgehen.

    Durch die Vielzahl an Echsen haben sich so verschiedenste Arten entwickelt, wie diese mit der Wärmeregulierung umgehen.
    Einige Echsen, die den ganzen Tag aktiv sind, wechseln häufig Sonnen- und Schattenplätze und regulieren so ihre Körpertemperatur auf einen Wert, der bis auf einen oder zwei Grad ihrer Vorzugstemperatur entspricht.
    Viele Wüstenechsen weichen den höheren Temperaturen durch eingraben aus. Es reichen wenige Zentimeter aus, um eine niedrigere Temperatur zu erreichen als auf der Oberflache. In Tiefen von nur 30 cm kann der Temperaturunterschied schon bei fast 35 Grad liegen.
    Wiederum andere Echsen , wie Geckos, halten sich den Tag über in Gängen oder anderen geschützten Orten auf, und kommen erst am Abend hervor, wenn die Temperaturen in der Wüste ausgeglichener sind.
    Andere Echsenarten stellen sich mit dem breiten Teil ihres Körpers in den Wind, um so Wärme über Konvektion zu verlieren.
    Wieder andere Echsen halten ihren Körper von der Oberfläche ab, um der Oberflächenwärme zu entweichen.
    In dieser Hinsicht ist besonders die Sandechse (Meroles anchietae) (s. Bild) bemerkenswert. Sie bewohnt die afrikanische Namib-Wüste. Sie hebt gleichzeitig zwei gegenüberliegende Beine in die Höhe, damit die Haut an den Füßen abkühlen kann. Mit den anderen Beine hält sie das Gleichgewicht. Sind die Füße abgekühlt, so wechselt die Sandechse die Beine.

    Viele Echsen müssen extremer Hitze und Kälte zu jeweils verschiedenen Jahreszeiten begegnen. Deshalb bleiben Echsen in gemäßigten Regionen über die Winterzeit häufig inaktiv. Die Stoffwechselrate sinkt dabei auf minimale, noch vertretbare Werte. Die Temperaturen bleiben so niedrig, das Sie keine Möglichkeit haben, sich in die Sonne zu legen, oder auf Nahrungssuche zu gehen.
    In den wärmeren Zonen hingegen, etwa in den gemäßigten bis subtropischen Wüsten, ist die Aktivität der Echsen im Winter auf die Mitte des Tages beschränkt, wenn angemessene Temperaturen herrschen. In solchen Gebieten bleiben die Tiere im Sommer den Mittag über inaktiv, da dann tötliche Hitze herrschen.
    Die Dauer des Sonnenbades wird hormonell über das Pinealorgan gesteuert, eine Hirnstruktur, die unter dem Schädeldach liegt und häufig als das 'dritte Auge' bezeichnet wird. Bei vielen Echsen, insbesondere den primär tagaktiven, ist das Pinealorgan nicht von Knochen bedeckt, sondern liegt, von einer durchsichtigen Schuppe bedeckt, unter einem Foramen im Schädel.

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