• Home
  • Allgemein
  • Reptilien
  • Repti - Infos
  • Kalender
  • Terrarien
  • Userpics
  • Forum
  • Fremdwörter
  • Bücher
  • Tierärzte
  • Grusskarten
  • Awards
  • Gästebuch
  • Bannertausch
  • Rechtliches
  • Impressum

  • User Pic
    Halsbandleguan

    Besucher
    Seite empfehlen
    Echsen - Anpassung an die Wüste
    Obwohl man Echsen in nahezu allen Lebensräumen antrifft, hält man sie häufig für reine Wüstentiere. In Ländern, wie dem südwestafrikanischen Namibia und Australien, wo trockene Lebensräume vorherrschen, sind Echsen besonders zahlreich.

    Die Wüste stellt den Echsen eine Reihe von Herausforderungen : Die Tiere müssen hohe Tagestemperaturen aushalten, und niedrige Luftfeuchtigkeit und das Fehlen offener Wasserstellen führen unter Umständen zur Austrocknung. Wasser wird entweder vollständig über die Nahrung oder über andere Quellen aufgenommen. In Wüsten, die an der Küste liegen, so etwa der Namib in Afrika und der Atacama in Südamerika, versorgt der Nebel, der sich über dem Ozean bildet, Echsen und andere Tiere und Pflanzen mit Wasser. Eine ganze Reihe von Echsen aus ariden Gebieten ist imstande, Regen als Trinkwasserquelle zu gebrauchen. Normalerweise dringen leichte Niederschläge rasch in den trockenen Wüstenboden ein und sind dann für die an der Oberfläche lebenden Reptilien verloren. Jedoch haben wenigstens zwei Agamen eine Lösung gefunden, den Regen zu nutzen. Sowohl beim Wüstenteufel (Moloch horridus) (s.Bild) als auch dem Bärtigem Krötenkopf (Phrynocephlus mystaceus) sind die Schuppen so angeordnet, dass das Wasser über Kapillareffekte zum Maul geleitet wird. Vermutlich gibt es bei diesen oder anderen Echsen auch einen ähnlichen Mechanismus, um die Feuchtigkeit vom Nebel und Tau zu nutzen.

    Die Tiere begegnen der Austrocknung auch durch Vorrichtungen, die die Verdunstungsrate des Körpers herabsetzen. Alle Echsen besitzen eine äußere Bedeckung aus Keratin (eine Substanz ähnlich der menschlicher Fingernägel), die eine wirkungsvolle Wasserbarriere bildet. Außerdem können Echsen den Wasserverlust reduzieren, der über die Ausscheidungsprodukte erfolgt, da sie die Menge des Filtrats (und damit des Wassers) begrenzen können, das aus der Niere entlassen wird. Die stickstoffhaltigen Soffwechselabfälle der Echsen bestehen überwiegend aus Harnsäuren, einer vergleichsweise unlöslichen Substanz, die sich konzentrieren und im Körper lagern lässt und dabei nur wenig Wasser zur Verdünnung erfordert.

    Trockengebiete mit Wanderdünen stellen an Echsen besondere Anforderungen. Zwar sind viele Echsen in der Wüste zu Hause, doch besetzen die meisten spezielle Mikrohabitate wie Felseninseln oder Ansammlungen von Vegitation. Dagegen stellen die offenen Wanderdünen eine echte Herausforderung dar, die von einer begrenzten Zahl von Iguaniden, Geckos, Lacertiden, Skinken und Gürtelechsen angenommmen wurde. Die Tiere entwickeln zwei grundlegende Strategien, um in den Dünen zu leben und umher zulaufen. Die meisten Formen, so etwa der Apothekerskink (Scincus scincus) aus Asien und Nordafrika sowie der nordamerikanische Colorado – Fransenzehenleguan (Uma notada) leben in losem Sand, der nicht genügend Feuchtigkeit enthält, um den Bau von Tunneln und Gräben zu erlauben. Während der Leguan sich grundsätzlich eingräbt, um sich vor Räubern und den hohen Temperaturen zu schützen, bewegt sich der Skink in einer Weise, die als ‚Sandschwimmen’ bezeichnet wird, frei durch das Substrat. Bei beiden Tieren ist der Unterkiefer versenkt, damit kein Sand ins Maul eindringt. Zudem sind die Nasenlöcher mit Klappen verschließbar und auch die Öhröffnungen modifiziert, um den Sand draußen zu lassen. Beim Apothekerskink reduzieren besonders glatte Schuppen die Reibung im Sand, und beim Fransenzehenleguan haben kleine, körnige Schuppen vermutlich eine ähnliche Funktion. Bei diesen und anderen Echsen mit einer vergleichbaren Ökologie werden die Zehen von äußeren, vergrößerten Schuppen gesäumt. Diese Säume vergrößern die Oberfläche der Füße für die Fortbewegung im Sand oder erleichtern das Eingraben, wenn das Tier sich schüttelt oder mit seitlichen Wellenbewegungen im Sand verschwindet.

    Wesentlich weniger Echsen haben sich darauf spezialisiert, auf den festen, dem Wind zugewandten Seiten der Dünen zu leben. Diese Echsen legen offene Tunnel an, und daher fehlen ihnen auch die Merkmale, wie die Klappen über den Nasenlöchern, die zum Graben im Sand erforderlich wären. Stattdessen zeigen sie Anpassungen an das Aushöhlen von Sand. Genau zu diesem Zweck besitzt die Gecko – Art Palmatogecko rangei (s. Bild) ungewöhnlich große Füße, deren Zehen durch Häute verbunden sind.


    Reptil suche
    Registrieren
    Um aktiv an der Informationsvielfallt dieser Seite beizusteuern, können Sie sich kostelos registrieren.
    Registrieren


    Umfrage
    Welche Reptilien besitzen Sie ?
    Echsen
    Schlangen
    Frösche
    Spinnen