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    Echsen - Kommunikation
    Viele Echsen verbringen einen großen Teil ihres Lebens als Einzelgänger. Zu gewissen Zeiten jedoch Kommunizieren sie miteinander und zeigen dabei in hohem Maße stereotype Verhaltensweisen. Dazu gehören etwa das Imponierverhalten, das Männchen ihren gleichgeschlechtlichen Rivalen entgegenbringen und das Balzverhalten zwischen den Geschlechtern. Bei einigen Arten sind möglicherweise auch andere Formen sozialer Interaktionen von Bedeutung, doch darüber ist sehr wenig bekannt. Bei praktisch allen Iguaniden und Agamiden kommunizieren die Männchen mit Kopfnicken und / oder indem sie den Kopf aufwärts schieben. Andere Echsen äußern vergleichbare Informationen durch Bewegung des Schwanzes.
    Dies gilt etwa für die tagaktiven Geckos der Gattung Pristurus (s. Bild), die relativ offene Lebensräume bewohnen. Sie besitzen einen seitlich zusammengedrückten Schwanz, mit Hilfe dessen sie ihren Artgenossen über erhebliche Entfernungen Nachrichten zukommen lassen. Viele Reptilien sind leuchtend gefärbt. Derartige Muster bilden häufig wichtige Schlüssel zur Erkennung und Auswahl eines Geschlechtspartners. Bei einigen männlichen Echsen, besonders den Iguaniden, wird die Demonstration der Farben noch durch Kämme oder aufstellbare Kehllappen verstärkt.
    Die Vertreter der Gattung Anolis (s. Bild) zeigen beim Imponieren auf dem Kehllappen artspezifische Farbmuster. Auch die Weibchen zeigen mitunter intensive Farben. Bei den Weibchen des Taubleguans Holbrookia propinqua ist der hormonell gesteuerte Farbwechsel an ihren Fortpflanzungszyklus gekoppelt. Ein so verändertes Weibchen zeigt den Männchen, dass es empfangsbereit ist, und häufig verändert sich zugleich sein Verhalten.

    Auch die autarchoglossiden Echsen (Skinks, Eidechsen, Tejus, Gürtelschweife, Krustenechsen und Warane) arbeiten mit Farben. Unter den paarungswilligen Männchen der Eumeces-Skinke löst der orange gefärbte Kopf bei den Geschlechtsgenossen derselben Art aggressive Verhaltensweisen aus. Allerdings erhalten die Skinke und andere Autachoglossiden wichtige Information über ihre Umwelt auch auf der Basis chemischer Reize. Die Skinke sind imstande, potentielle Paarungspartner und Rivalen sowie Beutetiere und Räuber aufgrund von Pheromonen oder anderer Substanzen zu erkennen, die diese Tiere hervorbringen. Die chemische Information wird durch Züngeln aufgenommen. Und die Zunge der Autarchoglossiden ist besonders gut dazu geeignet, chemische Signale aufzunehmen und an das Vomeronasalorgan weiterzureichen, ein chemisches Sinnesorgan, das sich im Munddach befindet.

    Bei vielen Echsen tragen insbesondere Männchen Drüsen an den Schuppen der Oberschenkel oder über der Kloakenspalte. Diese Drüsen sind über vorstehende Poren mit der Oberfläche verbunden. Sie kommen bei den Vertretern sämtlicher Familien vor, nur nicht bei Skinken, Chamäleons und anguimorphen Echsen (Schleichen, Krustenechsen, Warane und Höckerechsen). Zwar ist die Funktion dieser Drüsen noch weitgehend unbekannt, doch spielen die offenbar im Sexualverhalten eine Rolle. Obwohl große Bereiche dr Kommunikation unter den Echsen visuell oder auf chemischem Wege ablaufen, verständigen sich einige Echsengruppen wenigstens zum Teil, akustisch. Die auffälligsten Stimmen findet man bei den Geckos, doch kennt man Lautäußerungen auch von den Vertretern neun anderer Familien. Wenigstens bei den Geckos und einigen Lacertiden spielen die Rufe bei der Kommunikation in der Nacht eine besondere Rolle, wenn die Augen kaum noch etwas erkennen. Einige Gecko – Arten sind völlig stumm oder bringen nur ein Quieken hervor. Dagegen sind andere ausgesprochen stimmgewaltig. So äußert der Tokee (Gekko gecko) (s. Bild), wenn er belästigt wird, ein lautes Bellen oder ein tiefes, warnendes Knurren. Andere Geckos rufen, um Geschlechtspartner anzulocken. Das beste Beispiel dafür sind die südafrikanischen Pfeifgeckos der Gattung Ptenpus. Bei diesen Lautäußerungen strömt Luft durch den Larynx, der unter Umständen mit Stimmbändern versehen ist. Wie die Frösche, so produzieren auch die Echsen Rufe, die von ihren Artgenossen erkannt werden.


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