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    Echsen - Die Zunge des Chamäleons
    Die Zungen der Echsen können ganz unterschiedlich gebaut sein, und Wissenschaftler werten sie als Merkmale für eine Verwandtschaft unter verschiedenen Gruppen. Die Zungen der Autarchoglossa (und der Schlangen) sind grundsätzlich gespalten und häufig sehr schlank. Sie sind sehr wirkungsvolle Wahrnehmungsorgane für chemische Stoffe, indem sie molekulare Reize aus der Umgebung aufnehmen. Bei den Geckos und Flossenfüßen ist die Zunge fleischiger und dient dazu, Wasser oder Nektar aufzulecken. Zudem reinigen diese Echsen mit der Zunge auch ihre »Brillen«, die Oberfläche ihrer durchsichtigen Augenschuppen. Einige Echsen, so etwa der australische Gemeine Blauzungenskink (Tiliqua scincoides), besitzen eine auffällig gefärbte Zunge, die beim Drohverhalten eingesetzt wird.

    Nur in einer Entwicklungslinie der Echsen, den Iguania, übernahm die Zunge eine aktive Rolle, um Nahrung zu ergreifen und zum Maul zu führen. Bei Iguaniden und Agamiden ist diese Fähigkeit nur mäßig, bei den Chamäleons jedoch stark entwickelt.
    Bei allen Echsen wird die Zunge vom Hyoid-Skelett gestützt, und die Zungenspitze liegt einem Stab des Hyoid-Apparates auf, dem Zungenfortsatz. Eine komplizierte Muskulatur bewegt die Zunge insgesamt oder nur gewisse Teile davon, je nachdem ob das Tier schlucken, Beute packen oder andere Funktionen ausführen möchte. Bei den Chamäleons ist die Lungenmuskulatur besonders kompliziert.

    Wenn sie fressen wollen, schätzen Chamäleons zunächst die Entfernung zu ihrer Beute ab. Dann richten sie sich aus, um mit der Zunge richtig zielen zu können. Das Maul wird geöffnet und der Hyoid - Apparat nach vorn gezogen, wodurch die Zunge nach vorn dringt. In der Nähe der Zungenspitze befindet sich ein Beschleunigungsmuskel, der die Zunge aus dem Maul herauszieht. Sobald er aktiviert ist, zieht er sich zusammen und übt eine Kraft auf die Umgehung des Zungenfortsatzes des Hyoids aus. Dadurch wird die Zungenspitze aus dem Maul geschleudert (etwa so, wie ein nasses Stück Seife aus der Hand springt, wenn man es drückt) und nimmt den Retraktormuskel mit, der im Ruhezustand um den weiter basal gelegenen Teil des Zungenfortsatzes zusammengestaucht liegt. Die Länge des Retraktors entspricht normalerweise der Kopf-Körper Länge des Chamäleons oder übertrifft diese sogar. Er begrenzt auch die Entfernung, über die sich die Zunge herausschleudern läßt.
    An der äußeren Oberfläche der Lungenspitze befindet sich ein Drüsenkissen, das die Beute durch ein Zusammenwirken von Feuchtigkeits- Adhäsion und Muskelaktivität packt und festhält. Sobald die Beute getroffen ist, wird der Retraktormuskel aktiviert, der den Apparat ins Maul zurückzieht. Schließlich wird der Hyoid-Apparat zurückverlagert und das Maul geschlossen. In der Projektionsphase kann die Zungenspitze eine Geschwindigkeit von mehr als fünf Meter in der Sekunde übertreffen. Damit benötigt die Zunge weniger als eine hundertstel Sekunde, um die Beute zu erreichen.


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