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    Halsbandleguan Weibchen

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    Echsen - Autotomie - Das Abwerfen des Schwanzes
    Die meisten Echsen sind vergleichsweise klein und unfähig, Angreifer mit Gewalt zu vertreiben. Allerdings kommt es häufig vor, daß eine angegriffene Echse zubeißt, mit dem Schwanz schlägt, schreit oder ihren Darm entleert. Eine weitere Fluchthilfe ist die Autotomie, das Abwerfen von Körperteilen. Die Autotomie, unter den Wirbellosen ein durchaus häufiges Phänomen, kommt unter den Wirbeltieren nur bei einigen Salamandern, wenigen Säugern (verschiedenen Nagetieren) und den meisten Echsen vor. Sieht man von den Agamidae, Chamaeleonidae, Helodermatidae, Lanthanotidae, Xenosauridae und Varanidae ab, können in allen Familien wenigstens einige Echsen den Schwanz oder Teile desselben abwerfen, wenn sie von einem Räuber gepackt wurden. In vielen Fällen windet sich der Schwanz noch lange nach der Ablösung, lenkt dadurch die Aufmerksamkeit des Räubers auf sich und gibt der Echse Zeit zur Flucht.

    Der Verlust des Schwanzes kann für die Echse ernste Folgen haben. Normalerweise wird im Schwanz das gespeicherte Fett abgelegt, und ohne diese wichtigen Reserven sinkt unter Umständen die Überlebensrate beim Überwintern und oder der Fortpflanzungserfolg. Außerdem muß die Echse mit dem vorübergehenden Verlust aller spezialisierter Funktionen des Schwanzes fertig werden, etwa bei der Fortbewegung, als Greiforgan oder im Sozialverhalten. Ein männlicher Seitenfleckenleguan (Uta stansburiana)(Siehe Bild), der seinen Schwanz verloren hat, sinkt sogar in seinem sozialen Rang und hat weniger Chancen, sich fortzupflanzen.

    Bei den meisten Echsen, die autotomieren können, erfolgt der Bruch des Schwanzes nicht zwischen nebeneinander liegenden Wirbeln, sondern innerhalb eines einzigen Wirbelkörpers. Ein jeder Wirbel, der sich zur Autotomie eignet, trägt in sich eine Sollbruchstelle, die noch vor der Geburt oder dem Schlüpfen angelegt wird. Diese Aufteilung entspricht einer Grenze zwischen zwei Muskelsegmenten und setzt sich bis an die Oberfläche fort, wo die Haut insgesamt etwas schwächer ist. Bei der Autotomie geht nur sehr wenig Blut verloren, und einer Echse, der die Flucht gelungen ist, wächst der Schwanz in wenigen Monaten wieder nach. Allerdings werden die verloren gegangenen Wirbel durch eine Knorpelstange ersetzt, und Muskeln und Schuppen wachsen grundsätzlich unregelmäßig nach.

    Bei einigen Geckos findet man eine andere Form der Autotomie. So ist bei Seychellen-Bronzegecko (Ailuronyx seychellensis) (Siehe Bild)von den Seychellen, bei der madagassischen Gattung Geckolepis und anderen Arten die Rückenhaut durch Lücken in ihrer bindegewebigen Struktur geschwächt. Wenn ein Räuber die Echse ergreift, reißt die Haut weg (eigentlich nur der größte Teil, da eine dünne Schicht zum Schutz der darunterliegenden Gewebe überigbleibt).


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