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    Halsbandleguane

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    Die drei Entwicklungslinien - Die IGUANIA - Die Familie der Agamiden
    Die Familie Agamidae bildet eine Gruppe von etwa 325 Arten in 40 Gattungen, die über die wärmeren Gebiete der Alten Welt (mit Ausnahme Madagaskars und der meisten ozeanischen Inseln) verbreitet sind. In ihrer Gestalt erinnern sie stark an die amerikanischen Iguaniden, mit denen sie eng verwandt sind. Ein Unterscheidungsmerkmal dieser Familie sind die akrodonten Zähne, also ungesockelte Zähne, die am Rand der Kiefer stehen. Auch bei den Chamäleons findet man diesen Zahntyp. Die meisten übrigen Echsen besitzen pleurodonte Zähne - diese sind ebenfalls ungesockelt, sitzen jedoch an der Innenseite der Kieferknochen. Die Agamiden sind diurnale (tagaktive), visuell orientierte Echsen und bis auf wenige Ausnahmen ovipar (das Weibchen produziert Eier, die außerhalb seines Körpers schlüpfen). Einige Arten leben auf dem Boden, andere in den Bäumen, und viele weitere sind zwischen Felsen zu Hause. Sie alle haben wohl entwickelte Gliedmaßen, und es fehlen ihnen die vorgefertigten Bruchstellen im Schwanz, so daß dieser niemals abgeworfen werden kann.
    Ihre größte Artenvielfalt haben die Agamiden in Australien, Indien und auf dem indo-australischen Archipel. Zu den merkwürdigsten Agamiden gehört der australische Wüstenteufel (Moloch horridus) (s. Bild). Er ist kein schneller Läufer. Sein Körper ist mit dornigen Schuppen besetzt, und er ist auf Ameisennahrung spezialisiert. In vielerlei Hinsicht ähnelt er den Krötenechsen der amerikanischen Gattung Phrynosoma, die zu den Iguanidae gehört.


    Völlig unvergleichlich ist dagegen die Kragenechse (Chlamydosaurus kingii) (s. Bild), ebenfalls eine australische Art. Sie bewohnt den tropischen Norden des Kontinents und zeichnet sich durch einen stark vergrößerten Kehlfächer aus. Bei diesen Fächern handelt es sich um Hautfalten, die von einem knöchernen Apparat gestützt werden und sich über diesen aufspannen lassen. Sie sind unter vielen männlichen Agamiden verbreitet und werden bei Paarung und Imponiergehabe eingesetzt, wobei normalerweise noch Kopf und Körper besondere Bewegungen vollführen. Bei der Kragenechse ist der Fächer besonders groß und auffällig. Er wird bei sozialen Interaktionen einzelner Tiere und zur Abschreckung von Räubern eingesetzt. Die Kragenechse ist eine der verschiedenen Agamiden, deren kräftige Hinterbeine und langer Schwanz das Laufen auf zwei Beinen erleichtern -meist nur über kurze Entfernungen, doch kann sie so sehr schnell entkommen. Allerdings kann sich die Kragenechse auch auf die Hinterbeine aufrichten, ihren Fächer abspreizen und so einen Scheinangriff vornehmen.

    Verschiedene Agamiden, so die Dornschwanzagamen (Gattung Uromastyx) (s. Bild), die in den Wüsten Westasiens und Nordafrikas leben, werden recht groß. Die Dornschwanzagamen sind untersetzte Bodenbewohner, die mit ihren kurzen, kräftigen Beinen Gänge aushöhlen. In ihrer äußeren Erscheinung ähneln sie in verblüffender Weise dem Chuckwalla (Sauromalus obesus), einem amerikanischen Wüstenleguan. Sowohl Dornschwanzagamen als auch der Chuckwalla sind Vegetarier. Wenigstens bei den Iguania sind große Körperabmessungen offenbar mit dem zusätzlichen Raum verbunden, den Pflanzenfresser für einen fermentierenden Magen benötigen. Dabei zeigen die Dornschwanzagamen noch eine weitere Anpassung an die vegetarische Lebensweise: Anstelle der typischen Zähne tragen sie vorn am Kiefer klingenähnliche, schneidende Oberflächen, wogegen die hinteren Zähne dem Zermahlen der Nahrung dienen.

    Eine weitere Gruppe von Wüstenbewohnern bilden die Krötenkopf-Agamen der Gattung Phrynocephalus. Es sind kleine Echsen, die an den Zehen Hautlappen tragen. Damit laufen sie mühelos über den Sand, graben sich ein oder legen Gänge an. Sie sind Insektenfresser und bewohnen das Zentrum Asiens sowie den Mittleren Osten. Wenn sie untereinander in Kontakt treten, rollen die Agamen ihre Schwänze über dem Kopf ein. Die meisten Krötenkopf-Agamen sind zwar ovipar, doch halten einige wenige Arten, die im Gebirge leben, ihre Eier bis zum Schlüpfen zurück, so daß sie lebende Junge zur Welt bringen.

    Zu den Agamiden Asiens gehören zahlreiche baumbewohnende Arten, die in den Wäldern zu Hause sind. Bei den meisten ist der Körper relativ flach. Eine davon, die Ceylon-Taubagame (Cophotis ceylanica) ist die einzige tropische Agame, die nachweislich lebende Junge zur Welt bringt. Entsprechend des recht niedrigen Umfangs der Gelege (ein bis 27 Eier) bei den oviparen Vertretern der Familie werden nur etwa fünf Junge geboren. Die Taubagame ist eine langsame, chamäleonartige Echse mit kräftigem Greifschwanz und einem Nasenschmuck, der aus Fleisch oder Schuppen besteht und vermutlich der Wiedererkennung einzelner Artgenossen dient. Die gleichfalls asiatische Segelechse (Hydrosaurus amboinensis) führt auch ein semiarboreales Leben, hält sich jedoch stets in der Nähe von Gewässern auf. Sie besitzt einen seitlich stark zusammengedrückten Schwanz und Hautkämme an den Zehen, die die Oberfläche vergrößern und so das Schwimmen effizienter machen. Mit einer Gesamtlänge von etwa einem Meter ist die Segelechse der größte Agamide. Unter den Baumbewohnern am stärksten spezialisiert sind die südostasiatischen »Flugdrachen« (Gattung Draco), die nicht nur klettern, sondern auch durch die Luft gleiten.
    Nur relativ wenige Agamiden-Arten kommen in Afrika vor, doch gehören dazu einige Baumbewohner und zahlreiche Formen, die auf Felsen leben. Die Stachelagame (Agama planiceps) (s. Bild)hat sich auf runde Felsen und Gesteinsmassen spezialisiert, die aus der Erde hervorragen. Wie viele andere Agamen, liebt auch sie die Sonnenwärme, nimmt umfangreiche Sonnenbäder und zeigt anderen Artgenossen ihr Imponiergehabe. Die Geschlechter sind, wie übrigens bei vielen Agamiden, ganz unterschiedlich gefärbt (dieses Phänomen ist als Sexualdichromatismus bekannt). Die Männchen sind tief blau oder lila, während Kopf und Schwanz orange oder rot gefärbt sind. Dagegen weist der Körper der Weibchen und Jungtiere bräunliche oder gräuliche Töne auf, trägt gelbe Markierungen am Kopf und an der Schulter orangefarbene Flecken. Einige Arten können ihre Farbe wechseln. So wird die Indische Schönechse (Calotes versicolor) leuchtend rot, wenn sie aus einem Kampf mit Rivalen siegreich hervorgegangen ist.


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